Astrid-Lindgren-Schule Göttingen

Unterricht

Mirola-Diagnostik

"Mit Mirola durch den Zauberwald" ist ein von der Universität Bremen entwickeltes Beobachtungsverfahren vor dem Schulanfang und wird in der Astrid-Lindgren-Schule seit 2012 durchgeführt.

Mirola klein

Die kleine Hexe Mirola (eine kleine Handpuppe) ist schon 100 Jahre alt und kann immer noch nicht lesen. Damit Mirola nun endlich den Weg in die Zauberschule findet, müssen die Kinder ihr spielerisch helfen. Sie begleiten Mirola in Gruppen durch den Zauberwald. Dabei sollen unterschiedliche Aufgaben bewältigt werden. Der märchenhaft gestaltete Raum bietet dazu die phantasievolle Atmosphäre. Das Verfahren ist ein Gruppenspiel für jeweils 5- 6 Kinder. Neben der Spielleiterin nehmen zwei bis drei BeobachterInnen daran teil.

Die zu beobachtenden Kompetenzbereiche sind:

  • Grobmotorik
  • Feinmotorik
  • Sprachkompetenz
  • Artikulation
  • Phonologische Kompetenz
  • Pränumerische Kompetenz
  • Wahrnehmung
  • Merkfähigkeit
  • Lateralität
  • Arbeitsverhalten und sozial-emotionales Verhalten

Was zunächst spielerisch anmutet, hat einen tieferen pädagogischen Sinn, denn die Kinder werden in ihrem Tun und Verhalten genau beobachtet, um die Lernausgangslage der zukünftigen Erstklässler genauer einschätzen zu können.

Die Beobachtungen werden ausführlich dokumentiert und von allen Beteiligten in einem anschließenden Gespräch besprochen und ausgewertet.

Darauf basierend werden entsprechende Individualpläne erstellt.

So können die Startchancen der Kinder verbessert und der schulische Lernbeginn passgenauer gestaltet werden.

Sprachförderkonzept

"Die Grenzen meiner Sprache 

bedeuten die Grenzen meiner Welt."

Ludwig Wittgenstein (1889 –1951)

 

Ziel ist es, dass die Kinder so schnell wie möglich am Regelunterricht teilnehmen: „Ein systematischer Spracherwerb in Deutsch als Zweitsprache ermöglicht zunehmend fach- und bildungssprachliche Handlungsfähigkeit in Mündlichkeit und Schriftlichkeit. Ziel soll das Erreichen der Niveaustufe A2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen sein; die Niveaustufe B1 ist anzustreben.“           

(Bezugserlass SVBl 7/2014 „Förderung von Bildungserfolg und Teilhabe von Schülerinnen und Schülern nicht-deutscher Herkunftssprache“)

 

Kinder, die neu nach Deutschland gekommen sind, ordnen wir sofort einer festen Klasse zu. In Kleingruppen erhalten sie in den Fächern Deutsch und Mathematik die nötige Unterstützung, damit sie so bald wie möglich auch in diesen Fächern am Regelnunterricht der Klasse teilnehmen können.

 

Kinder, die schon länger in Deutschland leben und weiterhin Unterstützung beim Erwerb der deutschen Sprache brauchen, erhalten ab 13 Uhr von montags bis donnerstags DaZ-Unterricht (Deutsch als Zweitsprache).

 

Auf diese Weise arbeiten wir mit den Schülerinnen und Schülern daran, ihnen eine gute und dem Schulumfeld angepasste Sprachfähigkeit zu vermitteln.

Fachunterricht

Der Unterricht in den Fächern Deutsch, Mathematik, Sachunterricht, Englisch, Sport/Schwimmen, Musik, Kunst, Gestaltendes Werken, Textiles Gestalten, Evangelische Religion, Islamischer Religionsunterricht (kann derzeit nicht erteilt werden) und Herkunftssprachlicher Unterricht erfolgt nach den schuleigenen Arbeitsplänen und zielt auf "Kompetenzerwerb".

Die Arbeitspläne werden durch die jeweilige Fachkonferenz (bestehend aus Lehrkräften und Elternvertretern) erarbeitet. Grundlage ist jeweils das facheigene niedersächsische Kerncurriculum, das Kompetenzen wie folgt beschreibt:

"Kompetenzen umfassen Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten, aber auch Bereitschaften, Haltungen und Einstellungen, über die Schülerinnen und Schüler verfügen müssen, um Anforderungssituationen gewachsen zu sein. Kompetenzerwerb zeigt sich darin, dass zunehmend komplexere Aufgabenstellungen gelöst werden können. Deren Bewältigung setzt gesichertes Wissen und die Kenntnis und Anwendung fachbezogener Verfahren voraus.

Schülerinnen und Schüler sind kompetent, wenn sie zur Bewältigung von Anforderungssituationen

  • auf vorhandenes Wissen zurückgreifen,
  • die Fähigkeit besitzen, sich erforderliches Wissen zu beschaffen,
  • zentrale Zusammenhänge des jeweiligen Sach- bzw. Handlungsbereichs erkennen,
  • angemessene Handlungsschritte durchdenken und planen,
  • Lösungsmöglichkeiten kreativ erproben,
  • angemessene Handlungsentscheidungen treffen,
  • beim Handeln verfügbare Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten einsetzen,
  • das Ergebnis des eigenen Handelns an angemessenen Kriterien überprüfen."

Alle niedersächsischen Kerncurricula und die Beschreibungen der fachspezifischen Kompetenzen finden Sie hier: Kerncurricula

Sozialtraining "!Respect in school"

"!Respect in school" ist ein Sozialtraining, das mit Spiel, Spaß und Bewegung ein respektvolles Miteinander fördert. Dabei werden vor allem ein wertschätzender Umgang, die Selbstbehauptung sowie Team- und Konfliktfähigkeit trainiert. Zudem schult das Projekt Achtsamkeit zu Stressreduktion, Verbesserung von Konzentration, Steigerung von Mitgefühl, Selbstregulation und Impulskontrolle. Die Schwerpunkte der Grundausbildung sind:

 

  • Selbstbehauptung und Teamfähigkeit Stärken
    durch Bewegungsaufgaben mit laufend wechselnden Partner*innen
  • Respektvolle Konfliktlösung
    mit körperlichen und sprachlichen Reaktionsübungen, Wut-Weg-Hilfen, Kooperationsaufgaben und Rollenspielen
  • Vereinbarungen und Gespräche
    zum Meistern von Konflikten, u.a. Stopp-Regel in drei Schritten

 

Neben der Grundausbildung für Schülerinnen und Schüler und für das gesamte Kollegium, sieht das Projekt eine jährliche Auffrischung der gelernten Inhalte vor. So können die Kinder das Gelernte wiederholen und neue Schüler, Schülerinnen und Kollegen lernen das Projekt kennen. Unsere Erstklässler erhalten während des ersten Schuljahres immer die Grundausbildung.

 

Die Kosten für dieses Projekt werden zum einen durch die Stiftung Sparda-Bank Hannover und den Förderverein getragen, zum anderen zahlen die Eltern einen kleinen Anteil. Wir danken allen Unterstützern und Förderern für die finanzielle Unterstützung!

 

Wer mehr über das Projekt "!Respect in school" erfahren möchte, schaut gerne hier: https://www.respect-in-school.de/

Forum

Am letzten Freitag im Monat gestaltet möglichst eine Klasse pro Jahrgang einen Beitrag für das Forum. Je nach Veranstaltungsdichte wird dieser Termin variabel verschoben. Die Eltern erhalten vor jedem Forum eine einladende Nachricht (z. B. über die Hausaufgabenkalender oder die Hompage), um ihnen die Teilnahme zu ermöglichen.

Zusätzliche Beiträge sind jederzeit willkommen und können nach Absprache kurzfristig mitaufgeführt werden.

Die Beiträge entspringen dem Unterrichtsgeschehen und bieten dadurch unterschiedliche Inhalte von variierender Länge.

Beispiele möglicher Präsentationen können folgendermaßen aussehen:

  • Kinder berichten von Ausflügen und Klassenfahrten
  • Lieder oder Instrumentalbeiträge
  • Theateraufführungen
  • Sketche
  • eigene Geschichten werden vorgelesen
  • Vortragen von Gedichten
  • Ergebnisse einer Projektarbeit werden vorgestellt
  • Ehrungen und Preisverleihungen (z.B. Matheolympiade, Laufabzeichen etc.)
  • Präsentieren von Kunstbildern
  • Präsentation von Versuchen oder neuen Erkenntnissen (z.B. Bestandteile eines Fahrrades etc.)
  • Informationen der Schulleiterin oder des Schülerrates an die Kinder

Obligatorisch sind die Geburtstage der Kinder und der in der Schule tätigen Erwachsenen, denen mit Kerzenlicht und guten Wünschen für das kommende Lebensjahr ein Ständchen gebracht wird.

Die Kinder und Erzieherinnen der angegliederten Kindergärten sind, ebenso wie Eltern und andere Interessierte, herzlich eingeladen am Forum als Gäste teilzunehmen.

Forum 2014

Leseförderung

Die Leseförderung und die Vermittlung, wie viel Spaß Lesen bereiten kann, hat einen hohen Stellenwert in der Grundschule. Als lesefreundliche Schule zeigt die Astrid-Lindgren-Schule deshalb im Unterricht und darüber hinaus auf vielfältige Weise ihren Schülerinnen und Schülern Wege zum Lesen. Für förderbedürftige Leser findet seit mehreren Jahren ein Lesetraining mit ehrenamtlichen Lesepatinnen und Lesepaten statt. Die Leseförderung ist ein festes Angebot im Ganztag, das es seit dem Schuljahr 2009/2010 bei uns in der Astrid-Lindgren-Schule gibt. Die ehrenamtlichen Lesepaten und Lesepatinnen unterstützen einzelne Kinder der 2. und 3. Klassen alleine oder in Kleinstgruppen, indem sie:

 

  • sich gegenseitig aus Büchern vorlesen
  • Gespräche über Geschichten und Bücher führen
  • gemeinsam Lesespiele spielen.

 

Lesepaten

Wir bedanken uns herzlich bei den ehrenamtlichen Lesepatinnen und Lesepaten für ihr Engagement:

 

Elke Balleer, Karin Bachmann-Herold, Manfred Herold, Brigitte Kosciessa, Ute Schwiderowski, Martina Kohlmeier und Bodo Scheuing.